Hochseeangeln
Im Gegensatz zum Brandungsangeln geschieht das Hochseeangeln nicht
etwa vom Strand aus in der Brandung sondern, wie der Name schon impliziert,
vom Boot aus hoch auf See.
Die wohl bekannteste und beliebteste Form des Hochseeangelns in der Nordsee
stellen die großen Angelkutter dar. Diese erlauben für relativ
geringes Entgelt ein Mitfahren zu den guten Fanggründen mit einem
erfahrenen Kapitän.
Selbst wenn man keine eigene hochseetaugliche Angelrute besitzt, lässt sich
diese zumeist auch im Umfeld des Kutters oder direkt an Bord mieten.
Auch direkt Chartern lässt sich ein Kutter natürlich.
Hier kann man sein eigener Kapitän sein und sich selbst mit Hilfe
von Seekarten und Echolot auf die Suche nach den fischreichen Gründen machen.
Häufigste Angelmethode ist das Pilken. Ein Pilker ist eine Art Blinker,
der vom Gewicht her eher auf die Verhältnisse des Meeres angepasst ist.
Über dem Pilker werden mit einer sogenannten Paternoster-Montage meist
noch einige weitere Haken mit kleinen Twistern oder anderen Plastikködern
angebracht. Beim Angeln direkt in einem Schwarm Dorsche kann es daher durchaus
passieren, dass mehrere Fische auf einmal aus dem Wasser gezogen werden können.
Beim Pilken wird der Köder nicht wie ein Blinker ausgeworfen und wieder eingeholt
und auch nicht wie beim Schleppangeln einfach hinter dem Boot hergezogen. Vielmehr
wird er einfach auf den Grund herab gelassen und dann durch Anheben und Absenken der Rute
dicht über dem Grund auf und ab bewegt.